Sínodos Vale do Itajaí e Norte Catarinense - 28 de novembro de 2014
Outubro 2014

NEWSLETTER
Cadastre-se e receba nossas novidades em seu e-mail.


Edição - Dezembro 2008

DER WEG

KRITISCH BEOBACHTET - Wie kommt der Ochse und der Esel in die Weihnachtsgeschichte?

Weihnachten verbindet sich in unseren Köpfen und Gefühlen mit Weihnachtsliedern und Weihnachtsschmuck. Dazu gehört auch die Darstellung der Geburt Jesu in Form von Gemälden oder der sogenannten Weihnachtskrippe. Je nach Kulturhintergrund und Tradition sind diese Krippen verschiedenartig dargestellt. Meistens ist das Weihnachtsgeschehen in einen ärmlichen Stall verlegt, in dessen Mitte Maria hinter einer Futterkrippe mit dem halbnackten Jesuskind sitzt und Josef, der mit einer Stalllampe in der Hand die Szene beleuchtet.

<div>Bemerkenswert ist, dass in einigen Darstellungen Ochse und Esel auffälliger-weise im Mittelpunkt der Szene stehen.</div>

Das Kind in der Krippe

Im Lukasevangelium,   im zweiten Kapitel wird die Geburt Jesu so beschrieben. Auch dass die Hirten im Stall waren, wo sie mit ihren eigenen Augen sehen konnten, was die Engel ihnen verkündigt hatten: Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

So gehören zu manchen Krippen auch die Weisen aus dem Morgenland, die dem neugeborenen Kind königliche Ehre erweisen. Nicht fehlen darf auch der leuchtende Stern über dem Stall (siehe Matthäus 2). Oft werden auch Schafe abgebildet, die mit den Hirten gekommen sind, obwohl sie in den Erzählungen der Evangelisten nicht erwähnt werden. Sicher hat die Phantasie in gutem Sinne diese Tiere mit einbezogen ins Weihnachtsgeschehen.

Im Stall von Bethlehem

Bemerkenswert ist, dass in einigen Darstellungen Ochse und Esel auffälligerweise im Mittelpunkt der Szene stehen. Auch diese, in den Evangelien nicht erwähnt, könnten durch die Phantasie beflügelt, eine künstlerische Zutat sein. Denn Tiere gehören nun einmal in einen Viehstall.

Aber dem war nicht so. Ochse und Esel sind aufgrund eines Bibeltextes im Alten Testament in die Weihnachtsszene hineingestellt worden. Beim Propheten Jesaja 1,3 heißt es: Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt’s nicht, und mein Volk vernimmt’s nicht.

Es ist schon seltsam, dass oft Menschen mit Ochs oder Esel bezeichnet werden, um ihnen zu sagen: Du bist dumm, du bist ein Trampeltier, du verstehst nichts. Und gerade diese Tiere werden als Vorbild hingestellt, um uns zu sagen: Sie stehen als Tiere ohne Vernunft Gott viel näher als wir überzivilisierten Vernunftmenschen. Es lohnt sich über diese Sicht der Dinge etwas nachzudenken. Vielleicht lernen wir dabei, das Weihnachtsgeschehen wieder neu zu verstehen.

* Pfarrer, Direktor des IECLB-Centro de Literatura Evangelística, in Blumenau (SC)

FRIEDRICH GIERUS

Voltar
ÚLTIMA HORA

EDIÇÃO • Out/2014

ASSINATURAS
Receba O Caminho em sua casa
Assinatura anual R$ 55,00
Assinatura de apoio R$ 65,00

Ligue: (47) 3337-1110

Entre em contato